ABOUT

Ich bin eine Kämpfernatur von der ersten Stunde an - im November 1965 mit 2.600 g geboren. Als Sparringspartnerin und Coach arbeite ich mit gestandenen Persönlichkeiten. Jenen, die sich nach mehr Selbstbestimmung und aufrichtigem Kontakt mit Anderen, ja, sehnen! Diese Arbeit lässt mich wachsen und inspiriert mich sehr. Bedeutend mehr als mein früherer Job: Head of Corporate Communications in einem internationalen Unternehmen, verantwortlich für einige Länder.

 

Vor fast 12 Jahren entdeckte ich den Beruf des Coach: Eigentlich wollte ich gerade meine Ausbildung als Trainerin beginnen. Mein damaliger Lehr-Coach sah in mir enormes Potenzial und ermutigte mich zur Qualifizierung für eine One-one-One-Prozessbegleitung. Ich war sofort fasziniert. Und ich verstand, warum mein Beitrag während dreier Unternehmenszusammenführungen zwar "aus dem Bauch heraus" aber sehr erfolgreich war. Nun hatte ich endlich Handwerkszeug. Dass ich dann doch gut sechs Jahre neben dem Coaching auch als Trainerin arbeitete, hatte mit den Aufgaben zu tun, die ich für sehr sinnvoll hielt.

 

Mittlerweile verwässerte der Begriff Coach am Markt, meine erste Ausbildung war einige Jahre her und ich wollte mehr wissen, können, bewegen. Ich fand' genau die Schule, die mich bahnbrechend inspirierte und wachsen ließ: die systemische Lehre. Diese fand' ich wieder in meiner Ausbildung zum systemischen Business Coach. Zur Meisterin wurde ich sicher nicht durch weitere Tools. Meine Ausbilder meinten: Ich hätte eine Gabe. Die fusst auf einem soliden Werkzeugkoffer und mittlerweile weitreichenden Erfahrungen.

 

Entscheidend dafür, dass ich für Ihr hochkomplexes Anliegen die richtige Sparringspartnerin sein kann ist meine Persönlichkeit. Ich nehme intensiv wahr, identifiziere Feinstaub, füge zusammen, ahne Verstrickungen, bin komplett unbeeindruckt von Rang und Euronen. Ich verbinde, analysiere, trenne scharf. Und löse Betroffenheit aus. Dass mein Vater bis auf einen kurzen Ausflug immer selbständig war und mein Großvater zum Landadel gehörte, der seine Magd heiratete, könnte mich mitgeprägt haben. Ich glaube nicht, dass ich Unternehmertochter sein muss, die versuchte Fusstapfen zu folgen, um Ihre Situation begreifen und erfassen zu können. Im Gegenteil, ich müsste umso achtsamer mit Übertragungen sein.

 

Ich glaube, dass ich Ihr Gefühl sehr gut kenne. Und Ihren unbedingten Willen, dieses Gefühl loszuwerden!

Cornelia Katinka Lütge I Leadership Coach für Familienunternehmen

Wahrheit vor Schönheit.


Sehr genau kenne ich das Gefühl, nur "richtig" zu sein, wenn ich bestimmte Erwartungen erfülle. Meine Daseinsberechtigung in der Familie zu verwirken, wenn ich meine Eigenarten lebe. Die Angst, aus der Sippe oder dem Clan verstossen zu werden, wenn ich die bin, als die ich geboren wurde. So sehr wollte ich anerkannt werden für meine angeborenen Fähigkeiten und Talente, meine wahren Neigungen und Träume, die ich seinerzeit wohl nicht bennen konnte, aber ahnte. Einfach um meiner selbst Willen geliebt werden und dazu gehören.

 

So ging ich zunächst einen beruflichen Weg, der den Vorstellungen meiner Eltern entsprach. Und perfektionierte es, gerade so sehr zu revolutionieren und dabei unter dem Radar der Familie zu bleiben, dass ich ihnen nützte und sie sich nicht trauten, mir noch mehr abzuverlangen. Mir blieb genügend Luft zum Atmen, und intuitiv orientierte ich mich an Anderen, probierte mich heimlich aus. Dadurch entfernte ich mich immer weiter von der Sippe; obwohl ich mich nach Zugehörigkeit, Akzeptanz und Liebe sehnte!

 

Ich konnte viele Jahre lernen, meinen Schmerz nicht zu fühlen, meine Angst vor Ausgrenzung und meine Scham wider besseren Wissens "mitzuspielen" zu ignorieren. Arbeit, Leistung, Erfolg und die Menschen darin waren mein mein Zuhause. Zwei Mal weit über ein gesundes Maß hinaus.

 

Es dauerte etwas bis ich begriff, warum ich mich als Freigeist erlebe und es als nahezu bedrohlich empfinde, wenn mich etwas in meiner Freiheit einschränkt. Warum es mir so außerordentlich wichtig ist, selbstbestimmt sein zu können. Und dazuzugehören. Warum mir Smalltalk nicht so leicht gelingt; sehr tiefe und inspirierende Gespräche hingegen führe ich fast spielerisch. Begegnungen, die sich mehr an der Form und den Konventionen ausrichten als einem aufrichtigen Interesse empfinde und identifiziere ich als Zeitfresser, Konflikttreiber und Produktivitätskiller; manchmal sind sie notwendig-sinnvoll. Das Gegurre und Taktieren in den Führungsetagen, wo politisches Singsang regiert, durschaue ich blitzschnell und spiegele es bei sinnvollen Angelegenheiten unerschrocken. Übrigens - hier ist Humor ein wunderbarer und hilfreicher Deeskalations-Pate!

 

Längst meisterte ich meine Quantensprünge, verlor die Angst vor Verlust und davor, fremdbestimmt zu sein. Meine Antennen dafür werden fein bleiben. In mir steckt eine recht stabile, prächtig gedeihende Eiche, die ich zu pflegen und hegen vermag. Und mittlerweile führe ich mich und Andere (zumeist, denn nichts und niemand kann alles perfekt) mit mutigem Herzen und wachem Verstand. Wie eine Löwin.

 

Dieses eine, köstliche Leben ist manchmal kein Spaziergang. Es sind die Stolpersteine, die uns auf unseren Kern zurückwerfen. Sie fordern auf, sehr bewusst mit ausgesuchten Gefährten den einen Weg zu wählen, den wir nur gehen können: schrittweise im Hier und Jetzt.

 

Ein gutes, erfülltes und gesundes Leben braucht Familie und Freunde, Erfolg und Leistung, Beständigkeit und Entwicklung, Sport und Genuss, Zeitlosigkeit und Zielstrebigkeit, Zugehörigkeit und Individualität. Wie lautet Ihre Reihenfolge? Was ergänzen oder streichen Sie gerade im Kopf?

 

Und, werter Leser, was sind Sie bereit zu tun, für ein Leben, in dem Sie selbstbestimmt sein können? Und Menschen, beruflich und privat, echt und aufrecht begegnen?

 

Lassen Sie uns darüber reden. Das ist ein Anfang.

 

Herzlich grüßt Sie,

Cornelia Katinka Lütge